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US BIKE TRAVEL

Südwesten Tipp


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Reisebericht Natural Wonder, Route 66 & Indian Spirit | Drucken |  E-Mail

Mit der Harley durch den Wilden Westen

 

2.700 km durch den wilden Südwesten der USA in 10 Tagen – dank der perfekten Organisation durch das Team von US-Bike-Travel kein Problem für einen Motorradfahrer.

Die Sehnsucht nach den traumhaften Landschaften in den Staaten war riesengroß. Nach mehreren Touren mit Mietwagen wollten wir es diesmal mit einem Motorrad versuchen. Bei der Entscheidung helfen sollte uns ein Besuch auf der IMOT in München im Februar 2008. So lernten wir Georg Kefalas, Chef von US-Bike-Travel, kennen. Von der Art und Weise, wie er seine Touren präsentierte, waren wir einfach  nur begeistert. So erging es den meisten in unserer Gruppe. Wir haben zwar als langjährige BMW-RT-Fahrer schon diverse Motorradurlaube in Europa verbracht, aber diese immer selbst organisiert.

Nach uns endlos erscheinender Wartezeit voller Vorfreude startete die Tour endlich Ende Mai 2009. Bis dahin wurden alle unsere zahlreichen Anfragen und Wünsche von Georg und seinem Team geduldig und perfekt bearbeitet.

 Als sehr positiv empfanden wir den Eingewöhnungstag zur Akklimatisierung in Las Vegas und die Möglichkeit, sich am nächsten Tag in aller Ruhe bei Harley Davidson mit den für die meisten von uns ungewohnten Maschinen vertraut zu machen. Natürlich führten uns die ersten Kilometer auf den Strip zum obligatorischen Fototermin.

   

Am nächsten Tag machten sich 23 Harleys, aufgeteilt in zwei auf Sichtweite fahrende Gruppen, angeführt von Georg und Hardy, ständig gefolgt vom Van mit unserem Gepäck und gekühlten Getränken, auf den Weg in die Mojave-Wüste. Endlich konnten auch wir den Mythos der Route 66 erleben, die uns mit extrem heißen Temperaturen empfing. Seit Ende der 20er Jahre verbindet sie Chicago mit der Pazifikküste und durchquert auf einer Länge von 2.448 Meilen acht Bundesstaaten und drei Zeitzonen. 

Unser Einstieg auf dem noch existierenden historischen Teil ist ein Stop bei Roy’s Cafe. Nach der Übernachtung in Laughlin folgten wir weiter der alten Route 66 in östlicher Richtung nach Oatman. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein.  

Wir stärkten uns in einem Saloon typisch amerikanisch mit Ham and Eggs und Pancakes. Die nächste Rast war in Hackberry, wo man sich wieder wie in einem Museumsdorf fühlt. Natürlich war auch der Besuch im Barbershop von Angel Delgadillo in Seligman ein Muss. Für eine gründliche Rasur fehlte leider die Zeit.  Wir wollten unbedingt rechtzeitig den Grand Canyon erreichen, um den fantastischen Sonnenuntergang erleben zu können.

Von da an folgte ein Highlight dem anderen: Helikopter-Rundflug über den Grand Canyon, Rundflug mit einer Cessna über den Lake Powell und das Monument Valley, Jeeptour zum Antelope Canyon; alles war buchbar.

Auf dem Weg zum nächsten Motel in Mexican Hat stoppten wir in der Glen Canyon Recreation Area, um nach einer ca. 20minütigen Wanderung die Aussicht auf den Horseshoe Bend, die wohl schönste „Colorado-Schleife“ zu genießen. Am Abend gab es Steaks vom Swinging Grill.  

Die geplante Jeeptour durch das Monument Valley fiel leider einem Sandsturm zum Opfer. Dank Georgs Flexibilität konnten wir diese traumhafte Landschaft dann aber am nächsten Tag in der Morgensonne genießen. Weiter ging es in den nächsten beiden Tagen über Gooseneck, Twin Rocks, Lake Powell, Capitol Reef National Park zum Bryce Canyon. 

Diesen Park konnte jeder individuell für sich erkunden. Die Nacht in ca. 3.000 m Höhe war extrem kalt, am Morgen waren die Sitzbänke der Motorräder mit Reif überzogen. Auf dem Weg zum Zion National Park gab es die Möglichkeit, gut und günstig indianische Souvenirs zu kaufen.

Bei der letzten Station unserer Rundreise in Overton waren alle Lokale geschlossen. Spontan wurde ein Picknick auf dem Hotelparkplatz organisiert. Bei wieder sommerlichen Temperaturen wurde es so ein unvergesslicher Abend.

Mit Wehmut starteten wir am nächsten Tag zur letzten Etappe zurück nach Las Vegas. Im Valley of Fire State Park wurden wir Zeugen einer Trauung und bildeten den Rahmen für ein zünftiges Hochzeitsfoto. 

Die Rückgabe der Maschinen war für viele von uns ein bewegender Moment, da wir die Harleys in den zehn Tagen als treue Begleiter lieben und schätzen gelernt hatten. Die restlichen beiden Tage in Las Vegas waren mit Kultur, Shopping, Sightseeing und Spielen gefüllt. Den letzten Abend verbrachten wir alle gemeinsam im Hard Rock Cafe Las Vegas bei einem zünftigen Burger-Essen.

Bei allen Tagesetappen gab es genügend Pausen, um sich zu stärken und zu fotografieren. Dabei erfuhren wir sehr viel Wissenswertes über Land und Leute.

Als sehr positiv empfanden wir die täglichen Restaurantempfehlungen für den Abend, die Insider-Shopping-Tips und die gemütlichen Stunden an der Van-Bar. Ein herzliches Dankeschön an das Team von US-Bike-Travel, Georg und Birgit Kefalas, Uli Wurzbacher und Hardy Wolf, die uns allen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite standen.

Für uns war es ein rundherum gelungener und überraschend erholsamer Urlaub. Die gute Stimmung in der Gruppe und die Hilfsbereitschaft untereinander haben wesentlich mit dazu beigetragen.

Doris & Mirko Kies, München 2009